Accessoires

Im Folgenden können Sie sehen, welche Accessoires wir zu unseren Roben genäht haben. Sie können zu jedem Stück PDFs herunterladen, in denen Sie die Schnittmuster und eine bebilderte Anleitung zur Herstellung finden.  

 

Knöpfe

Der Begriff Knopf leitet sich wahrscheinlich von Knospe ab, da er von der Form her ja auch daran erinnert. In unseren Breiten sind Knöpfe ab dem 13./14. Jahrhundert nachweisbar. Wahrscheinlich brachten sie die Kreuzfahrer - wie so vieles andere - mit nach Europa. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden Gewänder ausschließlich mit Bändern und Fibeln geschlossen. Bekannt sind aus dem späten Mittelalter Knöpfe zum Schließen der Gugel oder auch zum Hochraffen der Gewänder, die ja im Mittelalter aus vielen Lagen Stoff bestanden. Teilweise sind auch sowohl bei Männern als auch bei Frauen enganliegende Ärmel zu finden, die mit vielen Knöpfen geschlossen wurden.  

 

Gambeson Charles von Blois
Gambeson Charles von Blois

 

In der Renaissance dienten Knöpfe vor allem bei Männern tatsächlich zum Schließen, bei Frauen waren sie eher Dekorationselement. Von Jane Seymour ist beispielsweise bekannt, dass sie an ihren Kleidern Hohlknöpfe trug, die mit in wohlriechende Essenzen getränktem Leinen gefüllt waren und so einen angenehmen Duft verströmten. Bedenkt man allerdings, in welcher körperlichen Verfassung Heinrich VIII zum Zeitpunkt ihrer Verbindung war, so kann es sich natürlich auch um eine Maßnahme zur Vermeidung von Ohnmachtsanfällen gehandelt haben - das ist allerdings reine Spekulation unsererseits.

 

In der Mitte des 16. Jahrhunderts wurden sowohl stoffbezogene oder mit Wolle umwickelte Knöpfe als auch Metallknöpfe sehr beliebt. Außerdem wurden Knöpfe mit Metallgranulat und Goldstickereien verziert.

 

In der Mitte des 18. Jahrhunderts erlangten Knopfmanufakturen große Bedeutung. Diese stellten aus Metall gestanzte Knöpfe her, die die mit Bouillon und anderen Goldstickereien verzierten Knöpfe nachahmten und damit auch für breite Schichten erschwinglich machten.  Knopfmacher wurden zu dieser Zeit unterschiedlichen Berufgruppen zugeteilt. So gehörten die Textilknopfmacher zu den Posamentierern, die Metallknopfmacher zu den Stanzern und die Emailknopfmacher zu den Glasmachern. Viele Knöpfe, wie z.B. auch die bekannten Dorsetknöpfe wurden auch in Heimarbeit hergestellt, oft auch von Kindern. Sehr beliebt wurden im 18. Jahrhundert auch Knöpfe mit Miniaturen, diese wurden aufgemalt und mit Hilfe von aufgesetzten Glaslinsen - Cabochons - vergrößert. Beliebt waren Landschaften, Seebilder, Schäferszenen. Es sind aber auch Knöpfe mit Botschaften oder Satiren überliefert.

 

Zum Ende des 18./Beginn des 19. Jahrhunderts kamen die bekannten Kameenknöpfe auf. Es wurden gern klassizistische Motive aber auch Satiren oder Fabel- und Tiermotive verwendet. Außerdem kamen Knöpfe mit Naturmaterialien - z.B. getrockneten Pflanzenteilen auf. Beliebt waren auch Porzellanknöpfe, die oft ebenfalls kleine Malereien enthielten.  

 

Beispiele für Knöpfe, die wir hergestellt haben mit Ausgangsmaterial: Die Beschreibungen finden Sie bei den jeweiligen Projekten.

mit Wolle umwickelter Knopf
Wollknopf

bestickter Rokokoknopf
Bestickter Knopf

Mit Seide bezogener Knopf
Seidenknopf

Stoffknopf groß
Großer Stoffknopf

Cabochonknopf
Cabochonknopf




Taschen

Runde Renaissance-Tasche

Diese Tasche besteht aus cyanfarbener Seide und ist mit goldfarbenem Stoff gefüttert. Das Rosenmotiv ist aus Filz hergestellt und unserem Logo entlehnt. Die Tasche erhält nach ihrer Fertigstellung zwei Schlaufen, mit denen sie auf einer Hüftkette oder einem Gürtel befestigt und um die Hüfte getragen werden kann.  

 

runde Renaissance-Tasche aus Seide

 

Mit dieser Anleitung können Sie die runde Renaissance-Tasche mit Rosenmotiv nachnähen.

 

Roter Samtbeutel

Damit nicht jeder die gleiche Tasche in verschiedenen Farben trägt, haben wir auch eine eher beutelalartige Taschenform entworfen und hergestellt, ebenfalls mit Rosenmotiv zur Wiedererkennung. Er besteht aus rotem Samt und ist wie die Tasche mit goldfarbenem Stoff gefüttert.

 

beutelartige Tasche aus Samt

 

Mit dieser Anleitung können Sie den Beutel nachnähen.

 

Weitere Beutelvariante aus Samt

Nach unseren Recherchen zu typischen Taschenformen in der Renaissance haben wir festgestellt, dass Beutel zum Zusammenziehen in Mode gewesen zu sein scheinen. Daher haben wir hier eine Variante davon entworfen. Wir nennen diesen Entwurf "Drachenbeutel", um einerseits eine Begriffsunterscheidung zu haben und andererseits, weil die Form uns ein wenig an einen Drachenfuß erinnert. Natürlich haben wir auch hier die obligatorische Rose aufgenäht.

 

Drachenbeutel aus Samt

 

Weitere Beispiele für Taschen, die wir genäht haben:

Tasche mit Steampunkelementen
Tasche mit Steampunkelementen

Tasche für Mittelalter-Markt
Tasche für Mittelalterkleid

Empiretäschchen mit Goldstickerei
Empiretäschchen mit Goldstickerei

Empiretäschchen
Empiretäschchen mit Nadelmalerei

Reticule
Reticule mit Bändchenstickerei


Schmuck

Typisch für Cranach-Gemälde sind die goldenen Halsreife und die grobgliedrigen Ketten. Da man im Internet und im Handel keinen vergleichbaren Schmuck kaufen kann und deswegen eher auf Tudor-Schmuck zurückgreifen müsste, haben wir einen Versuch unternommen, einen Reif selbst herzustellen.

 

selbstgemachter Halsreif

 

Hier finden Sie auch Bilder von anderen Schmuckbasteleien

 

Nachdem sich die Schmuckherstellung als relativ einfach erwiesen hat, sind wir in letzter Zeit dazu übergegangen, auch Alltagsschmuck selbst herzustellen.

 

Hier einige Beispiele für Alltagsschmuck:

Grünes Set mit Glasopal

Rotes Set

Set blau-silber

Gothicschmuck
Gothicschmuck

Kette mit Oktopus
Oktopuskette

Kette mit Paua-Seeohr
Kette mit Seeohr

 

Eine Stück-für-Stück-Anleitung zur Herstellung von Schmuck haben wir am Beispiel einer Gürtelkette für das rote Tudorkleid geschrieben. Die Anleitung befindet sich unter der Beschreibung des Kleides bei der Renaissance für Frauen

 

Hüte

Ein Hut gehört zu jedem historischen Outfit, da erst die Kopfbedeckung den Gesamteindruck komplett macht. In früheren Zeiten war es gerade für verheiratete Frauen undenkbar un"behütet" aus dem Haus zu gehen. Die Barette im oberen Bereich sind nach eigenen Schnittmustern angefertigt. Deshalb gibt es dazu eine PDF. Das gleiche gilt auch für die Bergère, deren Beschreibung im Bereich 18. Jahrhundert zu finden ist. Die übrigen Hüte sind nach Schnittmustern von Lynn McMasters gefertigt. Auf eine Beschreibung müssen wir deshalb leider verzichten. Es lohnt sich aber auf jeden Fall, diese absolut bezahlbaren Schnittmuster zu kaufen, da Lynn jeden Schritt sehr detailliert beschreibt und bebildert. Wer Probleme mit der englischen Sprache hat, sollte sich nicht abschrecken lassen. Die Bilder sind selbsterklärend und notfalls findet man mit dem Google-Übersetzer leicht heraus, wie die Beschreibung zu verstehen ist. Benötigt werden i.d.R. nur Steifleinen und Hutdraht sowie der Oberstoff je nach Geschmack und die Deko. Der Victorianische Hut ist eine Abwandlung des Sommerhutes, die wir selbst erstellt haben. 

 

Tellerbarette

Hier sehen Sie vier Tellerbarette, die wir hergestellt haben. Barette sind eine typische Kopfbedeckung der Renaissance und wurden sowohl von Frauen als auch von Männern getragen. Die Bilder 1,2 und 4 zeigen Frauenbarette, Bild 3 zeigt ein Männerbarett. Die Herstellung eines Barettes wird im PDF anhand vom grünen Barett auf Bild 4 erklärt. 

rotes Samtbarett
Rotes Samtbarett

reich verziertes Samtbarett in Dunkelblau
Reich verziertes Samtbarett in Dunkelblau

Seidenbarett mit viergeteiltem oberem Kreis
Seidenbarett mit viergeteiltem oberem Kreis

großes grünes Samtbarett
großes grünes Samtbarett

 

Weitere Hüte  

Empireschute
Empireschute


Renaissancebarett
Barett Renaissance

Renaissancebarett
Barett Renaissance

Bergere
Bergère

Bergere
Bergère Stickerei

Rückansicht Sommerhut
Rückansicht Sommerhut

Sommerhut Civil War
Sommerhut Civil War

Viktorianischer Hut (Rückansicht)
Rückansicht

Victorianischer Hut
Victorianischer Hut

Minischute
Minischute

Innenansicht Minischute
Innenansicht Minischute