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Theaterkostüme "Grusical Grimms Märchen" 

Seit 2011 wird am Hayanaer Biedermeierstrand an einigen Sommerabenden ein Musical aufgeführt, das 4 weniger bekannte Märchen der Gebrüder Grimm erzählt. Durch die Stücke führen die bekannteren Märchenfiguren wie Schneewittchen oder Rapunzel. Weil es bei den Märchen oftmals wenig zimperlich zugeht, hat das Stück den Beinamen "Grusical" bekommen.

 

Da die ersten Jahre viele Kostüme eher provisorisch waren, sollten diese für dieses Jahr überarbeitet werden. Sie sollten mehr Symbolkraft bekommen und die Geschichte sowie die märchenhafte Stimmung unterstützen.  

 

Hier ein Vergleich zwischen den Skizzen und der Umsetzung:


Und hier ein kleiner Eindruck vom Stück:


 

Mehr Informationen zum Stück gibt es auf der Webseite des Theatervereins.  

Die Entstehung der Kostüme ist im Kostümkram-Forum ausführlich dokumentiert, in dem wir angemeldet sind und tatkräftig mitschreiben. 

Filmkostüme und -ausstattung - "Rosalie"


Jeder Film braucht eine Ausstattung und Kostüme. Auch wenn die Protagonisten nur 30cm groß sind - wie bei diesem schönen Film namens Rosalie (hier anschauen), dem Film eines guten Freundes. Gardinen, Sitzbezüge, Teppiche und Kostüme stammen von uns. Der Film ist mit der sogenannten "Stop-Motion"-Technik gemacht, dabei werden die Puppen Stück für Stück bewegt und nach jeder kleinen Veränderung ein Foto gemacht. Später werden diese daumenkinoartig aneinandergereiht und ergeben so ein bewegtes Bild. Filme wie "The Nigtmare before Christmas", "Corpse Bride" oder "Coraline" verwenden diese Technik, aber auch das "Sandmännchen". 

 

Die besondere Schwierigkeit bei diesem Projekt waren die Maßstäbe. Die Stühle sind beispielweise etwa 12cm hoch. Komplizierter als Möbelbezüge und Einrichtungstextilien gestalten sich aber in der Tat die Kostüme. Wenn die Figur ca. 30cm groß ist, ergibt das beispielsweise bei einer Bluse ein Armloch, dass so breit ist wie ein kleiner Finger, deswegen ist das größte Problem die "Fummelei". Außerdem muss man bei der Stoffwahl beachten, dass man besonders kleine Muster verwendet und sehr fein gewebte Stoffe, da sonst später alles viel zu groß wirkt. Man muss also immer in den kleinstmöglichen Dimensionen denken, schließlich geht es nicht um das Einkleiden von Puppen zum Spielen, sondern um Protagonisten, die zwar etwas überspitzt aber dennoch glaubhaft dargestellt werden sollen. 

 

Der Stil des Film lehnt sich an den Jugendstil an, hat aber auch einige düstere viktorianische Einflüsse. Für die männliche Hauptfigur Adam haben wir vornehmlich Schnitte aus dem Internet für Barbies Ken verwendet und noch etwas angepasst. Die Schnittmuster für Rosalie sind komplett improvisiert.

 

Skizzen:  

Adam im Kittel

Adam im Frack

Rosalie im Tageskleid

Rosalie im Abendkleid

Filmkostüme - "Ottilias Ochse"  

Außerdem haben wir noch für einen anderen Film namens Ottilias Ochse die Kostüme übernommen. Von uns stammen Hose und Jacket für einen habgierigen Zirkusdirektor sowie ein Ochsenkostüm (nur Anzug, ohne Kopf). Hier ein paar Impressionen:  


Der Ochsenanzug basiert auf dem Burda-Schnittmuster 2478, allerdings sind Ärmel und Beinteile nach unten hin verschmälert, da beides eng anliegen und nicht den Eindruck eines Faschingkostümes erwecken sollte. Zum Anzug gibt es zwei verschiedene Bauchteile, die sich per Klettverschluss austauschen lassen. Das war nötig, da der Ochse während des Films erheblich zunehmen sollte. Die Hufe wurden mit einem selbstentworfenen Schnittmuster aus Leder genäht und mit einem Fellstreifen versehen, damit sie optisch besser mit dem Kostüm verschmelzen.

 

Für Frack und Hose haben wir das Burda-Schnittmuster 2767 verwendet. Beides wurde hinterher noch künstlich gealtert, um den Halunkencharakter des Zirkusdirektors zu unterstreichen.